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Deutsche und israelische Jugendliche auf dem Weg der Erinnerung

-Von Würzburg nach Auschwitz-

Deutsche und Israelische JugendlicheNeben dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Erkunden der Mainfrankenmetropole Würzburg spürten die 20 Jugendlichen aus Israel und Deutschland auch den Zusammenhängen des Holocaust nach. Dazu hatte die Gastgeberfamilie Arzet von der freikirchlichen Vineyard-Gemeinde die Koordinatorin der Stolpersteine und maßgebliche Gestalterin des „Weges der Erinnerung“ eingeladen. Und so erklärte Benita Stolz am Deportationsdenkmal am Platz’schen Garten, wie die Organisation eines Völkermordes umgesetzt wurde: „In der Stadt habt ihr an den Stolpersteinen erkennen können, wo die Menschen gelebt haben, die von den NS-Tätern in die KZs geschickt wurden. An dieser Stelle hier am Friedrich-Ebert-Ring war die Sammelstelle im Tanzlokal ‚Am Platz’schen Garten’.“ Trotz der Hitze liefen die 15 bis 20-Jährigen die knapp zwei Kilometer bis zum Aumühl-Ladehof: den Ringpark entlang, auf der Schweinfurter Straße bis nach der Bahnunterführung vor dem Real-Parkplatz, wo die alte Kopfsteinpflaster-Straße rechts Richtung Bahngelände abbiegt. Bald wird dieser Weg durch Informationsstelen leichter nachvollziehbar sein. Vor dem Gestrüpp neben der Bahnlinie zog Stolz eine Linie in die Zukunft: „An dieser jetzt noch unansehnlichen Stelle wird in den nächsten Jahren ein Erinnerungsort Rampe entstehen, der an die Würzburger Deportationen gemahnen soll.“ Ein Versöhnungsgebet und ein Lied schlossen den Weg der Erinnerung ab. Und nächste Woche werden die Jugendlichen in Auschwitz selber das Lager sehen, das wie kein anderes für den millionenfachen Mord an den Juden bekannt ist.
Zum Bild: Am Denkmal am Platz’schen Garten wird die unheilvolle Bedeutung dieses Ortes erläutert.
Würzburg, 2015-08-13