Josef Thalheimer

   
geboren am 20.12.1902 in Würzburg
Straße  Grombühlstraße 44
Stadtteil Grombühl
Deportationsdatum30.11.1937
Todesdatum21.03.1940
TodesortMauthausen
   
deportiert am 30.11.1937 nach Dachau, ermordet am 21.03.1940 in Mauthausen
   
Josef Thalheimer war bekennendes Mitglied von Jehovas Zeugen, die sich damals auch Ernste Bibelforscher nannten. Aus Gewissensgründen verweigerten die Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft viele vom NS-Regime verlangte Anpassungsrituale wie z.B. den Hitlergruß und später auch den Wehrdienst. Die Würzburger Gruppe wurde von der Gestapo überwacht.
Thalheimer und seine Ehefrau Elisabeth wurden am 11. August 1937 verhaftet. Während der Verhöre wurde er immer wieder von der Gestapo bedrängt, er brauche nur seinem Glauben abzuschwören, dann käme er frei. Josef Thalheimer blieb standhaft. Er wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt und anschließend am 30. November 1937 in das KZ Dachau eingeliefert. Anträge auf Entlassung wurden abgelehnt, die "Schutzhaft" mehrfach verlängert. Am 27. September 1939 wurde Josef Thalheimer "vorübergehend in das KZ Mauthausen überstellt". Von dort teilte man den Angehörigen mit, er sei am 21. März 1940 gegen 4.00 Uhr an Herz- und Kreislaufschwäche "im Lager verstorben".
Die Ehefrau Elisabeth Thalheimer war zusammen mit ihrem Mann am 11. August 937 verhaftet und in das KZ Ravensbrück deportiert worden. Dort wurde sie vom Tod ihres Mannes informiert. Sie überlebte außer Ravensbrück auch die Konzentrationslager Bergen-Belsen und Auschwitz und kehrte anschließend nach Würzburg zurück.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 15896;
Jehovas Zeugen, Geschichtsarchiv, Selters/Ts.
Autorin / Autor gg
Paten