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Minna (Mina) Ansbacher, geb. Herz

   
geboren am 19.10.1893 in Markt Berolzheim/Mfr.
Straße  Ludwigstraße 10
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum00.10.1944
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt, ermordet im Oktober 1944 in Auschwitz
   
Minna Ansbacher war die Ehefrau des Lederhändlers Simon Ansbacher (1), der zuletzt bei der Israelitischen Gemeinde als Kantor und Religionslehrer beschäftigt gewesen und aus gesundheitlichen Gründen von der Zwangsarbeit in Würzburg befreit gewesen war. Er war 1941 verstorben. Minna, die Hausfrau gewesen war, wurde in den Jahren nach 1939 ebenfalls bei der Israelitischen Gemeinde beschäftigt.
Zusammen mit ihrem Mann war sie im März 1939 aus der Wohnung vertrieben und im Heim in der Bibrastraße, einem der Würzburger "Judenhäuser", untergebracht worden. Von dort wurde sie am 23. September 1942 zusammen mit ihrem Sohn Mordechai (Max) nach Theresienstadt deportiert, wo sie wie viele andere Würzburger Deportierte im Haus 11206 lebte. Als Mordechai, der die Lager überlebte, im Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert wurde, meldete seine Mutter sich freiwillig zum Transport nach Auschwitz. Dort kam sie wenig später ums Leben. Laut dem Gedenkbuch des Bundesarchivs ist sie in Auschwitz "verschollen".
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 13216;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 61;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de832022, (17.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/4236-minna-ansbacher/ (17.05.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-1.jpg (10.06.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Herr Hans-Otto von Truchseß
   
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