Herta Mannheimer

   
geboren am 06.05.1891 in Bütthard/Ufr.
Straße  Kirchgasse 12
Stadtteil Heidingsfeld
Deportationsdatum09.03.1943
Todesdatum10.09.1943
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 9.3.1943 nach Westerbork, ermordet am 10.9.1943 in Auschwitz.
Kirchgasse 12
   
Herta Mannheimer kam 1905 mit ihren Eltern und Geschwistern von Bütthard nach Heidingsfeld. Der Vater erhielt hier 1911 das Bürgerrecht. Die Familie lebte vom Handel mit Mehl und Landprodukten. Herta Mannheimer war nicht berufstätig. Wie damals üblich, führte sie nach dem frühen Tod der Mutter wohl den Haushalt und kümmerte sich um den Vater, nachdem seine beiden Schwestern das Haus verlassen hatten. Sie war im Jüdischen Kulturbund aktiv und spielte eine wichtige Rolle in der Turngemeinde Heidingsfeld. Sie leitete die Damenriege des Vereins. Darüber hinaus engagierte sie sich in der SPD. Bei den Kommunalwahlen 1924 wurde sie als Stadträtin gewählt. Sie war Mitglied im Schulausschuss und im Armenrat. Nach dem Tod des Vaters emigrierte sie im August 1937 nach Holland. Sie lebte zunächst in Martensdijk in der Nähe von Utrecht. Ab dem 29.10.1942 war sie in Amsterdam, Merwedeplein 37 gemeldet. In diesem Haus hatte auch Anne Frank mit ihrer Familie gewohnt. Seit dem 9. März 1943 war Herta Mannheimer im Sammellager Westerbork untergebracht. Von dort aus wurde sie am 7. September 1943 nach Auschwitz deportiert und noch am Tag der Ankunft in die Gaskammer geschickt.
   
Quelle ReinerSträtz,Biograph.Handb.Würzburger Juden
Ratsprotokolle Heidingsfeld (Stadtarchiv Würzburg)
Mitteilung des Erinnerungscentrums Kamp Westerbork
Autorin / Autor Dr. Dorothee Klinksiek
Paten Die SPD- Stadtratsfraktion, Herr Hans Werner Loew
   
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