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Jakob Last

   
geboren am 15.01.1901 in Mannheim
Straße  Peterstraße 1
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum18.05.1943
Todesdatum21.05.1943
TodesortSobibor
   
am 18. Mai 1943 vom Internierungslager Westerbork nach Sobibor deportiert und kurz darauf umgebracht. Sein Todestag wird mit 21.Mai 1943 angegeben.
   
Jakob Last wurde als erstes Kind der Eheleute Leopold Last (15.12.1874 – 11.05.1943) und Selma Last, geb. Einhorn (27.10.1870 – 14.05.1943) am 15. Januar 1901 in Mannheim geboren. Die Eltern hatten um 1900 in der Bukowina geheiratet und waren kurz darauf nach Mannheim gezogen. 1903 übersiedelte die Familie nach Würzburg in die Peterstraße 1. Jakob besuchte die private Realschule „Institut Adam“ wohl bis zum Abschluss der Mittleren Reife. Nach der Berufsausbildung als Bankkaufmann arbeitete er als Angestellter einer Bank in Würzburg. Jakob hatte noch vier Geschwister: Hanna 1903-1909, Rosa geb. 1905, Max Mendel geb. 1907 und Philipp geb. 1910.
Jakob heiratete Ilse Mathis, das Datum ist nicht bekannt. Sie stammte aus Breslau in Schlesien, wo sie am 21.September 1910 geboren wurde. Jakob emigrierte im Juli 1933 nach Amsterdam, wo er mit seiner Familie in der Waalstraat 118 lebte. Am 2. September 1934 wurde die Tochter Marianne geboren.
Mit Jakob emigrierten auch seine Eltern und sein Bruder Max nach Amsterdam. Sein Bruder Philipp folgte bald darauf.
Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht, sowie SS wurde die Familie in Westerbork interniert. Jakob wurde am 18. Mai 1943 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo er kurz darauf ermordet wurde. In Sobibor starben ebenfalls seine Eltern. Die Brüder Max und Philipp kamen in Auschwitz ums Leben.
Ilse Last überlebte den Holocaust vermutlich in Holland und wanderte am 8. August 1947 mit Tochter Marianne und ihrem Vater Max Mathis von Rotterdam nach New York aus. Als zukünftige Adresse wurde Reno Nevada, Homboldstreet 1410 angegeben. Dort heiratete sie noch einmal, hieß jetzt Ilse Pacyna und lebte bis zum 11.10.1999 in San Francisco. 1977 ließ sie in Yad Vashem die Gedenkseiten für ihren Mann Jakob Last anlegen.
Jakobs Schwester Rosa konnte mit Ehemann Arthur Löwenstein und Tochter Ingrid 1939 von Danzig aus in die USA fliehen, wo sie in New York lebten.
Biografie erstellt Januar 2010, überarbeitet Oktober 2016.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 329;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/908829 (02.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblätter,http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=last&s_firstName=jacob&s_place=&itemId=2040553&ind=4&winId=-421745801825558586 und http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=last&s_firstName=jacob&s_place=&itemId=1307345&ind=3&winId=-421745801825558586(02.06.2016);
Joodsmonument, Datenbank der Opfer der Shoa aus den Niederlanden,https://www.joodsmonument.nl/en/page/157746/jacob-last (02.06.2016);
"New York, New York Passenger and Crew Lists, 1909, 1925-1957," database with images, FamilySearch, https://familysearch.org/pal:/MM9.3.1/TH-1951-33879-17274-3?cc=1923888 : 3 October 2015), 7440 - vol 15818-15819, Aug 9, 1947 > image 362 of 1689; citing NARA microfilm publication T715 und https://familysearch.org/pal:/MM9.3.1/TH-1971-33879-17023-98?cc=1923888 : 3 October 2015), 7440 - vol 15818-15819, Aug 9, 1947 > image 360 of 1689; citing NARA microfilm publication T715 (Washington, D.C.: National Archives and Records Administration, n.d.).
Autorin / Autor gg, Gabriele Schiwon
Paten
   
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