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Max Last

   
geboren am 27.05.1907 in Würzburg
Straße  Peterstraße 1
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum16.11.1943
Todesdatum31.03.1943
TodesortAuschwitz
   
am 16.11.1943 von Westerbork nach Auschwitz deportiert und dort am 31.3.1944 ermordet
   
Max Mendel Last wurde am 27. Mai 1907 in Würzburg geboren. Seine Eltern waren Leopold Last (1874 – 1943) und Selma Last, geb. Einhorn (1870 – 1943). Sie hatten im Jahr 1900 in der Bukowina geheiratet und hatten kurz darauf die Heimat verlassen. Sie hielten sich kurz in Mannheim auf, wo der erste Sohn Jakob am 15.01.1901 geboren wurde. 1903 zogen die Eltern nach Würzburg und eröffneten später ein Möbelgeschäft. Max hatte noch zwei ältere Geschwister, nämlich Hanna (1903 –1909) und Rosa Jg. 1905 die dem Holocaust durch die Emigration in die USA entkam. 1910 wurde der jüngste Bruder Philipp geboren. Die Familie Last lebte in der Peterstraße 1 in der Würzburger Altstadt.
Max besuchte das Alte Gymnasium. Später arbeitete er als kaufmännischer Angestellter. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Jakob emigrierte er bereits im Juli 1933 in die Niederlande, Bruder Philipp kam bald darauf nach. Die Eltern, Max und Philipp wohnten in Amsterdam in der Jekerstraat 53 I.
Nachdem die deutschen Truppen 1940 die Niederlande besetzten, gerieten die Juden dort in große Bedrängnis. Auch die Familie Last wurde im Lager Westerbork interniert. Max und Philipp Last entgingen der ersten Deportation nach Sobibor im Mai 1943, wo die Eltern und Bruder Jakob ermordet wurden. Am 11. November 1943 wurde Max nach Auschwitz deportiert, wo er am 31.3.1944 umgebracht wurde. Das gleiche Schicksal erlitt sein jüngster Bruder Philipp, dessen Todesdatum auch mit 31.3.1944 angegeben wurde. Biografie erstellt Januar 2010, überarbeitet November 2016.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 329;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/908840 (02.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt,http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=last&s_firstName=max&s_place=&itemId=1307346&ind=2&winId=-421745801825558586 (02.06.2016);
Joodsmonument, Datenbank der Opfer der Shoa aus den Niederlanden,https://www.joodsmonument.nl/en/page/199332/max-last (02.06.2016).
Autorin / Autor gg, Gabriele Schiwon
Paten
   
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