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Heinrich Reiter

   
geboren am 17.02.1931 in Würzburg
Straße  Franziskanergasse 12
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortbei Riga
   
am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert und bald darauf dort oder in der Nähe ermordet
   
Heinrich Reiter war der zweite Sohn von Leopold Reiter (1888-1941/42) aus Hainsfurth/Schwaben und dessen erster Ehefrau Thekla geb. Schnell (1899-1938) aus Weimarschmieden. Sein älterer Bruder Hermann war 1927 geboren worden. Ein Jahr nachdem die Mutter gestorben war, heiratete der Vater wieder und Gitta Vorchheimer wurde die Stiefmutter der Beiden.
Mehr weiß man nicht über seine Kindheit. Er musste viel ertragen in seinem kurzen Leben: Den Tod der Mutter, die KZ-Haft seines Vaters in Dachau, Hausdurchsuchungen, das jähe Ende des Schulbesuchs und immer bedrückendere Lebensumstände, die keine Hoffnung mehr zuließen. Die Familie bekam in die Bibrastraße 17, ihrem letzten Wohnort, die Aufforderung, sich zur Deportation einzufinden. In der Gestapoakte kann man die von Heinrich handgeschriebene „Vermögenserklärung“ lesen: Er besaß noch ein Sparbuch mit einem Guthaben in Höhe von 87,92 RM. Heinrich Reiter war10 Jahre alt, als er am 27.11.1941 zusammen mit seiner Familie nach Riga verschleppt und vermutlich bald darauf ermordet wurde. Auch seine Angehörigen wurden Opfer der Shoa.
Biographie erstellt September 2010, überarbeitet Mai 2016.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 457-458, 644-646; Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1008326 (16.11.2015); Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
Staatsarchiv Würzburg, Gestapo-Akte 10308/09, 10313.
Autorin / Autor NN, Ingrid Sontag
Paten
   
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