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Sofie (Sophie) Frankenfelder, geb. Landauer

   
geboren am 11.03.1879 in Urspringen bei Marktheidenfeld (Ufr.)
Straße  Pleichertorstraße 30
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt, vermutlich Auschwitz
   
m 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert, im Oktober 1944 nach Auschwitz und vermutlich dort ermordet
   
Sofie (Sophie) Frankenfelder, geb. Landauer, war die Tochter einer in Urspringen ansässigen Familie von Landjuden. Der Vater Isaak Landauer betrieb von dort aus seinen Viehhandel. Mit seiner Ehefrau Babette geb. Adler verfügte er wohl über Haus- und Grundbesitz in Urspringen. Sofie hatte vier Schwestern: Fanny Adler (1873-1943), Frieda Adler (1875-1942), Ida Blüthe (1878-1933) und Bertha Fromm (1887-1950).
Sofie Landauer wurde 1904 vom Distriktsrabbiner in Heidingsfeld mit Emil Frankenfelder (Jg.1874) vermählt. Wahrscheinlich arbeitete sie seitdem auch im Fleischereibetrieb ihres Ehemannes mit. In ihrem Würzburger Wohnhaus nahm Sofie Frankenfelder 1921 ihre verwitwete Schwester Fanny Adler auf.
Am 23. September 1942 wurde Sofie Frankenfelder mit ihrem Mann und ihren Schwestern Fanny und Frieda Adler nach Theresienstadt deportiert. Am 18. Mai 1944 wurde das Ehepaar nach Auschwitz gebracht und dort ermordet. Die beiden Schwestern von Sofie waren Ende 1942 bzw. im Oktober 1943 in Folge der unmenschlichen Lebensbedingungen bereits in Theresienstadt gestorben.
Nur die Schwester Bertha konnte 1940 mit dem Ehemann Heinrich, ihrem Sohn Martin (Jg. 1913) in die USA folgen und starb 1950 in Kansas.
Biographie erstellt Juni 2011, ergänzt Oktober 2017
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 18879, Bl. 66;
Vermögenskontrollakte 3363;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 165, 184, 47/48;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de867865 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/10782-sofie-frankenfelder/ (19.05.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern. Nürnberg – Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-7.jpg (07.06.2016);
Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken, Informationen zu Emil Frankenfelder und seine Angehörigen, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de (29.10.2017);
Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
Autorin / Autor Reiner Strätz, Ingrid Sontag
Paten
   
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