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Julius (Juda) Freudenberger

   
geboren am 02.04.1866 in Heidingsfeld bei Würzburg
Straße  Weingartenstraße 17
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum03.02.1943
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt und dort am 03.02.1943 ermordet
   
Julius Freudenberger erhielt seine Ausbildung an der ILBA (Israelitische Lehrerbildungsanstalt) und legte 1882 sein Examen ab. Im Jahr 1886 war er dort als Hilfslehrer beschäftigt. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und wahrscheinlich die Mitgliedschaft in der jüdischen Studentenverbindung Wirceburgia.
1890 heiratete er Esther Wechsler, mit der er fünf Kinder hatte. 1898 wurde er von Nürnberg an die Kreisrealschule in Würzburg (heutiges Röntgengymnasium) versetzt, wo er Wirtschaftslehre unterrichtete. Als Oberstudienrat ging er 1931 in den Ruhestand. Lange Zeit führte er wohl eine Pension für jüdische Schüler.
Julius Freudenberger interessierte sich für Philosophie und galt als Experte für Spinoza, über den er auch öffentliche Vorträge hielt. Er war Mitglied und zeitweise Präsident der Frankenloge (Odd-Fellow-Loge).
Zuletzt lebte er im jüdischen Altersheim in der Konradstraße 3, bis er am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde und dort an den unmenschlichen Lebensbedingungen starb.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 171f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de869221 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/10909-juda-freudenberger/ (19.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=freudenberger&s_firstName=julius&s_place=&itemId=775510&ind=7&winId=1121701459846670161 (07.06.2016);
Todesanzeige, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/test/web324w/quellen/1021/22654.jpg (07.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern. Nürnberg – Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-7.jpg (07.06.2016).
Autorin / Autor Andreas Roser
Paten
   
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