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Edith Maier

   
geboren am 10.03.1922 in Würzburg
Straße  Dürerstraße 14
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt, vermutlich Auschwitz
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt, am 09.10.1944 weiter nach Auschwitz und dort vermutlich ermordet
   
Edith Maier, am 10. März 1922 in Würzburg geboren, wuchs in Kitzingen bei ihren Eltern David und Hedwig Maier, geb. Blum, auf. Nach dem Besuch der Israelitischen Volksschule und der Höheren Töchterschule absolvierte sie in München eine Lehre in Hauswirtschaft und Kinderpflege. Anschließend arbeitete sie als Kinder- und Hausmädchen in Brückenau, Pirmasens und Mannheim. Im Oktober 1940 begann sie eine Ausbildung zur Krankenschwester am Würzburger Israelitischen Krankenhaus. Leiter des Krankenhauses war zu dieser Zeit Dr. Sally Mayer, während in der Pflege die katholischen Rita-Schwestern tätig waren. Im Jahr 1941 mussten die Schwestern nach 20 Jahren Zusammenarbeit das Haus verlassen.
Edith Maier erlebte auch die belastende Enge, als die Klinik zum Auffanglager für entwohnte jüdische Familien wurde. Im September 1942 wurde sie zusammen mit ihrem Chef Dr. Sally Mayer, dessen Vorgänger Dr. Robert Sprinz und vielen weiteren Patienten des Krankenhauses nach Theresienstadt deportiert. Die Verlegung nach Auschwitz am 09. Oktober 1944 ist das letzte Lebenszeichen, das es von Edith Maier gibt.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 6801;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 365;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/921655 (10.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/23342-edith-maier/ (10.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-15.jpg (10.06.2016).
Autorin / Autor Marianne Erben
Paten
   
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