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Heinrich Michel

 
geboren am 06.10.1911 in Würzburg
Straße  Wolfhartsgasse 11
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortin/bei Riga-Jungfernhof
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof, vermutlich dort oder in der Nähe ermordet im Winter 1941/42
   
Heinrich Michels Vater starb 1918, als Heinrich gerade einmal sieben Jahre alt war. Nach der Volksschule arbeitete er wohl als Handlungsgehilfe. In den Jahren von 1929 bis 1932 absolvierte er eine Schuhmacherlehre in einem Landheim bei Berlin und legte im Juli 1932 seine Gesellenprüfung ab. Später arbeitete er als letzter jüdischer Schuster in Würzburg. Vermutlich war er Anhänger der KPD und bis Ende 1935 auch Mitglied der Ortsgruppe der zionistischen Organisation "Hechaluz" und des Jüdischen Kulturbundes.

Zwei seiner vier älteren Geschwister emigrierten nach New York und nach Palästina. Er selbst scheiterte 1939 mit dem Versuch, nach Shanghai auszuwandern. So blieb Heinrich Michel in Würzburg bei seiner Mutter, mit der er zusammen am 27. November 1941 nach Riga deportiert, in das Außenlager Jungfernhof gebracht und wahrscheinlich kurz darauf dort oder in der Nähe ermordet wurde.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 7651;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 393;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/930888 (21.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=612444&ind=9 (21.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg7.jpg (10.06.2016).

Fotos: Yad Vashem, Gedenkblatt.
Autorin / Autor Andreas Roser
Paten
   
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