Karoline Altmann

   
geboren am 27.09.1858 in Unsleben / Unterfranken
Straße  Dürerstraße 14 (ehem.2
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum17.06.1943
Todesdatum13.09.1943
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 17.06.1943 in das Ghetto Theresienstadt, dort am 13.09.1943 ermordet
   
Karoline Altmann wurde am 27. September 1858 in Unsleben als Tochter von Merla (Marianne) Brandus geboren. Über ihren Vater liegen keine Informationen vor, die Eltern waren nicht verheiratet. Die Großeltern Jacob Brandus und Miriam, geb. Friedenbach, lebten in Unsleben im Haus Nr. 56 (heute: Sterngasse 17).
Wann bzw. wo Karoline ihren Mann heiratete, ist nicht bekannt. Ebenso wenig, wann sie ihren Heimatort Unsleben verließ. Seit 1931 lebte sie als Pfründnerin im Israelitischen Pfründnerhaus in Würzburg in der Dürerstraße 20. Zuletzt scheint sie als Köchin im Sammelquartier Bibrastraße 6 tätig gewesen zu sein.
Karoline Altmann wurde am 17. Juni 1943 mit 84 Jahren in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort starb sie nach drei Monaten am 13. September 1943 aufgrund der unmenschlichen Lebensbedingungen.
Einem Teil ihrer Familie mütterlicherseits, der Familie Brandus, gelang 1937 die Auswanderung nach Montevideo (Uruguay).
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 18880, Bl. 10, Bl. 23;
Diözesanarchiv Würzburg, Amtsbücher aus Pfarreien, Signatur 5051, Fiche Nr. 24;
Auskunft Dr. Josef Hesselbach, Unsleben/Neustadt a.d. Saale;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 55;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de830364 (17.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/4162-karoline-altmann/ (17.05.2016).
Autorin / Autor Petra Blasius
Paten
   
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