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Rudolf Hornung

   
geboren am 03.01.1924 in Würzburg
Straße  Friedenstraße 25
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum10.12.1940
Todesdatum10.12.1940
TodesortGrafeneck
   
ledig, katholisch
01.02.1939 - 05.10.1940 Heil- und Pflegeanstalt Werneck
05.10.1940 - 13.11.1940 Heil- und Pflegeanstalt Lohr
13.11.1940 - 10.12.1940 Heilanstalt Weinsberg/Baden-Württemberg
10.12.40 Tötungsanstalt Grafeneck
   
Rudolf wird am 03.01.1924 als unehelicher Sohn des Dienstmädchens Babette Hornung aus Rimpar in Würzburg geboren. Der Vater ist unbekannt. Die ersten Lebensmonate verbringt er im Marie Therese-Säuglingsheim in Würzburg, was ein Impfschein vom 05.05.1925 beweist. Wo er danach untergebracht wurde, lässt sich nicht mehr feststellen.
Am 01.08.1931 wird er im Josefshaus in Gemünden aufgenommen. Hier besucht er den Unterricht, lernt aber wegen seines "Schwachsinns" nach Aussage des Leiters Dr. Lehnert nicht schreiben. Ein ärztliches Zeugnis von 1939 bestätigt, dass er inzwischen "so lärmend und unruhig geworden ist, dass er für das St. Josefshaus nicht mehr geeignet ist".
Wegen der "Verschlimmerung seines Zustandes" wird er am 01.02.1939 in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck überführt. Als kurz nach seiner Einlieferung für ihn ein Antrag auf Sterilisation gestellt werden soll, lehnt die Anstalt dies mit der Begründung ab, dass er sowieso in einer geschlossenen Anstalt verwahrt werden muss.
Da die Anstalt Werneck im Oktober geräumt wird, kommt er mit weiteren Patienten am 05.10.1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr.
Aber schon am 13.11.1940 transportiert man ihn mit hundert anderen Patienten in die Zwischenanstalt Weinsberg in Baden- Württemberg.
Von hier aus wird er am 10.12 1940 nach Grafeneck gebracht und noch am selben Tag ermordet.
   
Quelle Archiv des Bezirkskrankenhauses Lohr
Staatsarchiv Ludwigsburg F 235 Bü 353
Standbuch Werneck
Stadtarchiv Würzburg Einwohnermeldebögen 1850-1920, Grundlisten
Autorin / Autor Inge Kaesemann
Paten
   
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