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Moritz Frankenthal

 
geboren am 11.07.1898 in Schwanfeld
Straße  Schönleinstraße 9
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.01.1944
Todesdatum31.05.1944
TodesortAuschwitz
   
Ab dem 09.10.1943 im Sammellager Westerbork (NL) interniert, am 25.01.1944 nach Auschwitz deportiert und dort am 31.05.1944 ermordet.
   
Moritz war der Sohn von Josef Frankenthal und Clothilde, geb. Veilchenblau. Die zehnköpfige Familie lebte in Schwanfeld von der Landwirtschaft und vom Viehhandel.
Von 1917 bis Kriegsende kämpfte Moritz Frankenthal im Alter von 19 Jahren für Deutschland im Ersten Weltkrieg.
In der Folgezeit arbeitete er bei seinem Bruder Max, erst als Angestellter, dann als Teilhaber in der Weinhandlung Gebr. Frankenthal in Würzburg.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sowohl die Weinhandlung als auch der Hausbesitz der Familie „arisiert“ – spätestens seit Juli 1942 ist das Deutsche Reich als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingetragen.
Am 2. September 1938 emigrierte Moritz Frankenthal zusammen mit seinem Bruder Max, dessen Ehefrau Klara und den Söhnen Werner und Hans in die Niederlande nach Den Haag. 1943 ging er gemeinsam mit Max und seiner Familie nach Amsterdam. Vermutlich mussten sie dort im Ghetto leben.
Ab dem 9. Oktober 1943 war Moritz Frankenthal wie seine Brüder Max und Eugen, sein Neffe Hans und seine Schwägerin Klara im Durchgangslager Westerbork interniert.
Von Westerbork aus wurde er am 25. Januar 1944 zusammen mit seiner Schwägerin Klara nach Auschwitz deportiert und dort am 31. Mai 1944 ermordet.
Klara Frankenthal überlebte das Konzentrationslager Auschwitz und wanderte 1948 zusammen Sohn Hans, der Bergen-Belsen überlebt hatte, in die USA aus.
Die Brüder Eugen und Max wurden wie Moritz Frankenthal in der Shoah ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Vermögenskontrollakten 3374;
Digitales Archiv ITS Bad Arolsen, Teilbestand 1.2.4.2., Dokument ID:12721094; Teilbestand 0.1, Dokument ID:21167966; Teilbestand 6.3.3.2, Dokument ID: 87242179;
United States Holocaust Memorial Museum, Holocaust Oral History Project, Accession No. 1999.A.0122.817 RG No. RG-50.477*0817; Acc. No. 1999.A.0122.291 RG No. RG-50.447*0291;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1 , S. 167;
Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 193;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868018 (19.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblätter, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=frankenthal&s_firstName=moritz&s_place=&itemId=1761216&ind=5&winId=1121701459846670161 und http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=frankenthal&s_firstName=moritz&s_place=&itemId=1682818&ind=0&winId=1121701459846670161 (07.06.2016);
Joodsmonument, Datenbank der Opfer der Shoa aus den Niederlanden https://www.joodsmonument.nl/en/page/26416/moritz-frankenthal (19.05.2016).
Autorin / Autor Petra Blasius
Paten
   
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