Fanny Ansbacher

   
geboren am 11.06.1921 in Würzburg
Straße  Sterngasse 16
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum03.03.1943
Todesdatum00.00.1943
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 03.03.1943 nach Auschwitz, ermordet 1943 in Auschwitz
   
Fanny Ansbacher war ein Kind von Simon (2) und Selma Ansbacher. Sie besuchte sieben Jahre in Würzburg die jüdische Volksschule, danach die ILBA (Israelitische Lehrerbildungsanstalt) in Würzburg, eine in ganz Deutschland hoch angesehene jüdische Bildungseinrichtung.
Sie war Mitglied im jüdischen Kulturbund. In den Jahren 1937/38 "ging sie auf Hachscharah", wie man damals sagte, d.h. sie durchlief in Hamburg und Halberstadt/Sachsen-Anhalt eine landwirtschaftliche Ausbildung zur Vorbereitung auf die Auswanderung nach Palästina. Da sie aber kein Zertifikat für die Auswanderung dorthin erhielt, begann sie eine weitere Ausbildung zur Krankenschwester von Mai 1940 bis Februar 1941 am Rothschild-Hospital in Frankfurt a.M.
Sie wurde von da nach Berlin gebracht und zur Zwangsarbeit in den Siemens-Werken eingesetzt; sie lebte dort in einem Gemeinschaftslager mit anderen jüdischen Mädchen.
Am 03. März 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert. Im Lager Birkenau wurden ihr die Aufgaben einer Krankenpflegerin übertragen. Sie infizierte sich mit Typhus und starb daran wegen mangelnder medizinischer Versorgung.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 58;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1050265 , (17.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=ansbacher&s_firstName=fanny&s_place=&itemId=1889400&ind=2&winId=3215299713160775277 (17.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Frau Hildegard Mertens
   
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